11er Frauen gegen FFC Club Berlin 04
Arminia Heiligensee 1.Frauen : Frauenfußball-Club Berlin 04 1:4 (0:3)
Aufstellung:
Daniela Meyer, Jovana Marquardt, Stefanie Lippok (66. Erika Hetzel), Nicole Zygowski, Maria Alex,
Lina Österle, Maja Buczek, Ulrike Adamiec, Nicole Mackowiak, Vivien Trappe, Mandy Rödel
Tore:
22. 0:1
28. 0:2
45. 0:3
63. 0:4
72. 1:4 Vivien Trappe
beste Spielerin:
besondere Vorkommnisse:
Spielbericht:
Wir hätten zur größten Überraschung der Hinrunde werden können, wir sind es trotz der Niederlage. Kaum einer hätte nach der letzten Saison gedacht, dass wir einen solchen Sprung machen würden. Neben etlichen Abgängen im Sommer stand nur ein Neuzugang.
Schon mit Beginn der Vorbereitung im Sommer fingen wir an, das alte System zu verändern und offensiver zu werden. Viele konzentrierte Trainingseinheiten folgten, in denen wir die einzelnen Schwächen abzuschalten versuchten und neue Stärken zu entwickeln.
Der Lohn für diese Arbeit ist der Tabellenplatz nach der Hinrunde.
Leider haben wir es noch nicht geschafft zum Favoritenschreck zu werden und so mussten wir uns dem Tabellenzweiten und auch Tabellenersten geschlagen geben.
Letzterer war unser Gast im letzten Hinrundenspiel. Es war das gespannt erwartete Spitzenspiel. Es hieß vor Anpfiff Erster gegen Erster und wer gewinnt, überwintert an der Tabellenspitze. Der FFC war schon zu Beginn mehr als nervös. Der Trainer kommandierte seine Spielerinnen aus der Kabine zum warm machen und wir guckten uns das Ganze in Ruhe an. (Ein Grinsen konnte sich keiner verkneifen)
Wir machten uns wie immer warm und waren konzentriert bei der Sache.
Unsere Fans waren alle mobilisiert und wach und so konnte es für uns losgehen.
Dann war Anpfiff.
Man sah schon in den ersten Minuten, dass beide Mannschaften den Treffer zur Beruhigung erzielen wollten. Beide agierten sehr offensiv und vergaßen das ein ums andere Mal die Defensive, so dass sich auf beiden Seiten gute Torchancen zeigten. Die erste richtig dicke Chance bekamen die Armininnen, doch leider war die Torhüterin schneller unten als gedacht.
Dann war der FFC dran. Eine Flanke, die von Dani unterschätzt wurde (bzw. unterlaufen) und die gegnerische Stürmerin brauchte nur ihren Kopf hinzuhalten.
Nun drehte der FFC auf und wir versuchten, unser Spiel wieder zu finden.
Leider brauchten wir ein wenig zu lange, um wieder ins Spiel zu finden und so konnte der FFC den zweiten Treffer markieren.
Das war aber der (Hallo wach Effekt) für uns und wir begannen, Druck aufzubauen.
Nun erspielten wir uns auch die Torchancen, die aber nicht zwingend genug im Abschluss waren. Alle Anwesenden sahen nun ein Spiel auf Augenhöhe, nur der gegnerische Trainer nicht. Die ganze Zeit lief er wie von der Tarantel gestochen an der Seite auf und ab und betonte bei jedem, der ihm entgegenkam, wie sehr seine Mannschaft die Arminia Frauen doch (einspielen) würde. Was auch immer das heißen mag, nur er sah dies so.
Wie es immer so ist, schlug auch bei uns das Sprichwort (Wer die Dinger vorne nicht macht, kassiert sie hinten), eiskalt zu. Kurz vor der Pause das 0:3 aus unserer Sicht.
Fazit zur Halbzeit: Der FFC glänzte mehr durch schauspielerische Leistungen ihrer Spielertrainerin, nutzte eiskalt die Torchancen, und die Arminia Frauen machten das Beste aus der Situation und man merkte ihnen an, dass sie noch lange nicht aufgegeben haben.
Die zweite Hälfte begann wie die erste. Beide Mannschaften marschierten Richtung Tor und versuchten, die bessere im Abschluss zu sein. Leider war es wieder dem FFC vorbehalten den Treffer zuerst zu machen 0:4. Nun hätten sich die meisten Mannschaften ihrem Schicksal ergeben. Aber nicht unsere Arminia Frauen. Jede Einzelne versuchte, weitere Reserven zu mobilisieren und Keine wollte aufgeben. Wieder und wieder berannten wir das FFC Tor, doch wieder und wieder scheiterten wir an uns oder an der wirklich guten Torfrau des Gegners.
Dann endlich das 1:4 und wieder keimte die Hoffnung auf, das Wunder noch erreichen zu können. Noch waren knapp 20 min zu spielen und nun wunderte man sich an der Linie.
Der FFC Trainer wurde immer nervöser, Klar kann man an Wunder glauben und wir alle taten dies auch. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, einen 3 Tore Rückstand in knapp 20 min auszugleichen, bzw. noch ein Tor zur Führung zu erzielen? Wir Armininnen erkannten daran nur, wie groß der Respekt vor uns in der Hinrunde geworden war.
Mädels, das ist euer Lohn! Leider brachte kein Glauben an Wunder etwas, und so mussten wir uns mit 1:4 geschlagen geben.
Trotz alledem haben wir gesehen, dass wir keinesfalls nur hinterherlaufen und haben ein Spiel auf Augenhöhe gespielt in dem der FFC einfach die bessere Torverwertungsmannschaft war.
Mädels, wir danken euch für die tolle Arbeit in der Hinrunde. Ihr alle habt viel und fleißig trainiert, die eine mehr - die andere weniger gelernt. Wir haben viele gute und auch einige nicht so gute Spiele gesehen, in denen ihr meist den Platz als Sieger verlassen habt.
Wir alle haben eine gute erste Halbserie gesehen und uns viel Respekt der anderen erarbeitet.
Alle haben ihren Teil dazu beigetragen: Die Torhüter (zumeist Dani), die versucht haben, den Kasten sauber zu halten. Die Abwehr, die immer wieder versuchte, den Laden hinten dicht zu machen. Die Mittelfeldspieler, die immer wieder gefährlich in der Offensive agierten und versuchten die Bälle abzufangen. Die Stürmer, die immer wieder das Tor der Gegner berannten und meist auch den Abschluss fanden und natürlich auch die Auswechselspieler, die auch wenn sie nicht zum Einsatz kamen, immer bereit standen und die Mannschaft unterstützten.
Mädels, wir danken euch für die tolle Arbeit!
Außerdem bedanken wir uns auch bei unseren tollen Fans, die uns unterstützt haben und auch bei Eiseskälte den Spielen beiwohnten.
Euch allen wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem wir dann wieder versuchen werden, einen erneuten Angriff auf die Spitze zu starten.
Rocky und Schmidti










